…Revelry
Annina Matter/Urs Zahn, Dana Munro, Deanna Havas, Dena Yago, Dorothy Iannone, Emil Klein, Heike-Karin Föll, Henke/Henkel, Juliette Blightman, Latifa Echakhch, Lena Henke, Manfred Pernice, Pippin Wigglesworth, Rita Vitorelli, Stefan Burger

Annina Matter/Urs Zahn, Dana Munro, Deanna Havas, Dena Yago, Dorothy Iannone, Emil Klein, Heike-Karin Föll, Henke/Henkel, Juliette Blightman, Latifa Echakhch, Lena Henke, Manfred Pernice, Pippin Wigglesworth, Rita Vitorelli, Stefan Burger
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6. Juni – 3. August 2014

kuratiert von Tenzing Barshee

Eröffnung

Donnerstag 5. Juni 18.00 Uhr



Ausstellung

6. Juni – 3. August 

Gespräch mit Künstlerinnen und Künstler

Freitag 6. Juni 14.00 Uhr

Manfred Pernice

Samstag 14. Juni 15.00 Uhr

The Story of Bern von Dorothy Iannone

Einführung Heike Munder, Direktorin Migros Museum

Lesungen:
Andrew Durbin, Ben Rosenthal, Deanna Havas, Harry Burke, Pippin Wigglesworth, Quinn Latimer

Samstag 21. Juni 14.00 Uhr

Öffentliche Führungen

Sonntag 8. Juni 14.00 Uhr

Sonntag 13. August 14.00 Uhr

 

Kunst zum Sattwerden

Dienstag 10. Juni 12.30 Uhr

Dienstag 29. Juli 12.30 Uhr

 

Kunstsitzung für Senioren

Donnerstag 12. Juni 14.00 Uhr



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Pressetext

Das private und das öffentliche Leben waren noch nie so stark verflochten wie heute. Viele Menschen teilen persönliche Gedanken und Informationen mit einer breiten Öffentlichkeit, während unser Alltag umfassend aufgezeichnet und dokumentiert wird, was unsere Vorstellung von Intimität in ständiger Fluktuation hält. Unsere Wahrnehmung von Menschlichkeit und von uns selbst wird unmittelbar verhandelt, während wir fortwährend ausloten welche Räume wir physisch und virtuell besetzen und, im Gegenzug, frei lassen wollen. In welchem Licht zeigen und sehen wir uns? Wie kultiviert man Intimität und wo leben wir die Fetischisierung von Bildern und Anekdoten aus? Welche Formen und Gestalten entstehen aus diesen Prozessen und Absichten? Wie viel wollen wir enthüllen und wie viel verbergen? Wie editieren wir Inhalte in einer Welt, die über Listen definiert wird? Wo positioniert sich eine persönliche oder tagebuchartige künstlerische Praxis in einer vernetzten Welt, die übersättigt ist mit sich überlagernden Bezugspunkten und Symbolen? Diese und weitere Fragen adressieren die Werke und Methoden der Künstlerinnen und Künstler in Revelry.

Revelry verortet sich zwischen zwei historischen Modellen. Zwischen 1955 und 1964 organisierte der Künstler Arnold Bode in Kassel die Documentas I-III als Grossveranstaltungen mit hunderten Künstlerinnen und Künstlern. Diese Schauen waren bis ins Detail konzipiert und stellten bis dato etablierte Ausstellungsnormen infrage. Das Fridericianum wurde ausgestattet wie eine Theaterbühne. Die Fenster wurden mit weissen Stoffen bedeckt, nur indirektes Sonnenlicht drang hinein. Die Innenräume wurden mit schwarzen und weissen Plastikvorhängen ausgekleidet, auf welche modernen Gemälde gehängt wurden. In der dritten Ausgabe der Documenta wurden Bilder von der Decke hängend gezeigt.

Als Gegenstück zu dieser üppigen Inszenierung steht Voids, eine Retrospektive, 2009 in der Kunsthalle Bern kuratiert von Philippe Pirotte, Mathieu Copeland, John Armleder, Stuart Comer und anderen. Die Institution wurde völlig leer gelassen und in einem begleitenden Pressetext und Katalog als Retrospektive von «neun leeren Ausstellungen» von Künstlerinnen und Künstlern von Yves Klein bis Maria Eichhorn erklärt und historisch kontextualisiert.

Zwischen diesen zwei Polen untersucht Revelry sowohl die Idee der Überfüllung als auch der Entleerung. Der Aussenraum des Ausstellungsortes wird sowohl als Gegensatz als auch als Bedingung der inneren Räume verwendet. Revelry ist eine Auseinandersetzung mit dem Verbergen und Offenlegen von Körpern; konkret heisst das, dass Revelry sowohl die Kunsthalle Bern als auch ihre unmittelbare Nachbarschaft sowie den Botanischen Garten Bern besetzen wird.


Kunsthalle Bern und der Kurator danken Marlies Kornfeld, Alexander Schröder und Galerie Neu, Dan Solbach, Christoph Schifferli, Peter Handschin, Marianne Farahmand sowie allen anderen, die geholfen haben, dieses Projekt zu realisieren. 


Diese Ausstellung wurde dank der grosszügigen Unterstützung von Marlies Kornfeld, Christoph Schifferli, E. Gutzwiller & Cie Banquiers, Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung, Botanischer Garten Bern, Stadtgrün Bern, Basel, Lucie Stahl, Haydée Marin-Lopez, Hruby Werbetechnik GmbH, Berlin, Galerie Neu, Berlin, Kultur Stadt Bern and Burgergemeinde Bern ermöglicht.

Plakat: ...REVELRY
Katalog: Pippin Wigglesworth