Im Gespräch: Gregor Schneider, Anita Shah, Arthur de Pury, Philippe Pirotte und andere Gäste 

Gregor Schneider begann vor über zwanzig Jahren, sein Haus umzubauen. Dabei glichen die neuen, eingebauten Räume den ursprünglichen bis ins Detail. Das sogenannte Haus u r wurde mit jedem weiteren Umbau undurchsichtiger und zählt heute zu den wichtigsten Gesamtkunstwerken der Gegenwart. In einer aufwändigen Aktion baute der Künstler vor vierzehn Jahren Räume aus dem Haus u r in die Berner Kunsthalle ein, bevor er schließlich 2001 nahezu sein komplettes Haus nach Venedig schaffte, um es im Innern des Deutschen Pavillon maßstabsgetreu wieder aufzubauen, wofür er mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde.

Wenn Gregor Schneider Räume in bestehende Räume baut, beobachtet er, wie sich Eingriffe in die gewöhnliche Logik bestehender Architektur auf die Wahrnehmung auswirken. In dieser bislang umfangreichsten Monografie zu Gregor Schneider, die von einer anderen Vorstellung von Museen handelt und vom Künstler maßgeblich mitgestaltet wurde, zeigt der Künstler für sein Werk charakteristische ›Touren‹ mit von ihm selbst fotografierten Ansichten – alptraumhafte Trips durch das Unterbewusste verdrängter Erfahrungen und Ängste. Eine führt durch das Abteibergmuseum Mönchengladbach, die andere durch das museum franz gertsch. 

 

Gregor Schneider. END, hrsg. von Anita Shah und Susanne Titz, Ausst. Kat. Burgdorf/Mönchengladbach 2008/09, dt./engl., 208 S., Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König, 2010.

 


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